3 Minuten Lesezeit
14 Dec
14Dec

In unserer digital dominierten Welt hat sich das Leseverhalten grundlegend gewandelt. 

Der ständige Strom an Informationen und die schier unendliche Verfügbarkeit von Inhalten haben nicht nur unsere Art zu lesen verändert, sondern auch unsere Fähigkeit, Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. 

In diesem Kontext spielt das digitale Lesen eine entscheidende Rolle und wirft die Frage auf: Wie können wir Blogartikel so optimieren, dass sie den modernen Lesegewohnheiten gerecht werden?


Video zum Blogartikel: Optimierung Blogartikel für digitales Lesen.


Die Psychologie des Digitalen Lesens

Digitales Lesen unterscheidet sich signifikant vom traditionellen Lesen gedruckter Medien. 

Eine Flut von Informationen und die damit verbundene Reizüberflutung führen zu kürzeren Aufmerksamkeitsspannen und einer Tendenz, Inhalte eher zu überfliegen als in die Tiefe zu gehen. 

Diese Veränderungen sind nicht nur eine Herausforderung für Leser, sondern auch für Content-Ersteller. 

Verstehen wir die psychologischen Mechanismen hinter diesen Veränderungen, können wir Blogartikel erstellen, die nicht nur gelesen, sondern auch verstanden und geschätzt werden.


Different cognitive processes are involved in print reading compared with digital reading. Reading digital media (particularly online sources) is more challenging than print reading because of the navigation required to access the material, including clicking on hyperlinks and scrolling through text. Research indicates that, while strong readers perform well both in non-digital and digital reading, there is significant variation in digital reading performance at all non-digital reading performance levels. Further research indicates that reading digital texts may take more mental effort, making it more difficult to remember what has been read. This is because, when reading material online, you are trying to comprehend what you are reading while simultaneously making decisions about what to read and where to navigate next. There is also evidence that people tend to read digital texts more quickly, which similarly impacts on comprehension and recall. 

Quelle: theeducationhub.org.nz, 8. April 2019, gelesen am 14.12.2023.


Kürzere Aufmerksamkeitsspannen und Ablenkungen

Die digitale Umgebung ist voller Ablenkungen: E-Mails, soziale Medien, Benachrichtigungen. Unser Gehirn ist ständig damit beschäftigt, zwischen verschiedenen Stimuli zu wechseln, was die Aufmerksamkeitsspanne reduziert.

Für Blogartikel bedeutet dies, dass sie so gestaltet sein sollten, dass sie den Leser sofort fesseln und seine Aufmerksamkeit halten.

Digital Lesen: Überfliegen statt Vertiefen

Digitale Leser neigen dazu, Texte zu überfliegen und nach Schlüsselinformationen zu suchen, anstatt sich auf eine tiefergehende Lektüre einzulassen. 

Dieses Verhalten führt zu einer oberflächlicheren Informationsaufnahme. Um dem entgegenzuwirken, sollten Blogartikel klare Strukturen aufweisen und wichtige Informationen hervorheben.


Arbeitsgedächtnis und Informationsverarbeitung

Das Arbeitsgedächtnis spielt beim digitalen Lesen eine zentrale Rolle. Es muss Informationen kurzfristig speichern und verarbeiten, was bei einer Flut von Informationen schnell überfordert sein kann. 

Eine klare und logische Strukturierung von Blogartikeln kann das Arbeitsgedächtnis entlasten und das Verständnis fördern.


Digital Lesen: Anpassung des Lesestils

Angesichts der veränderten Lesegewohnheiten müssen digitale Leser ihren Lesestil anpassen. 

Techniken wie selektives Lesen oder das Fokussieren auf Schlüsselinformationen werden immer wichtiger. 

Für Content-Ersteller bedeutet dies, dass sie ihre Inhalte so aufbereiten müssen, dass sie diesen veränderten Lesestilen entgegenkommen.

Die Rolle der Metakognition

Die Metakognition, das Bewusstsein über das eigene Denken, ist entscheidend für das digitale Lesen. Sie ermöglicht es uns, unser Leseverhalten zu überwachen und anzupassen. 

Wir erkennen, wann wir abgelenkt sind und können Strategien anwenden, um uns zu reorientieren und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Durch Metakognition verbessern wir unser Verständnis und unsere Fähigkeit, Informationen effektiv zu verarbeiten.


Empfehlungen für die Gestaltung von Blogartikeln

Um Ihren Blog für digitale Leser zu optimieren, empfehle ich folgende Massnahmen:

  • Kurze Absätze und klare Überschriften: Erleichtern Sie das Scannen des Textes und helfen Sie den Lesern, die wichtigsten Punkte schnell zu erfassen.
  • Einsatz von visuellen Elementen: Bilder, Infografiken und Videos können den Text auflockern und das Interesse der Leser halten.
  • Interaktive Elemente: Fördern Sie die Interaktion und stärken Sie die Leserbindung durch Umfragen oder Quizze.
  • Fokussierung auf relevante Inhalte: Stellen Sie sicher, dass Ihr Inhalt für Ihre Zielgruppe von Interesse ist.


Digital Lesen: Fazit und Bedeutung für Ihren Blog

Digitales Lesen hat unsere Art, Informationen zu verarbeiten, verändert. Indem wir diese Veränderungen verstehen und unsere Inhalte entsprechend anpassen, können wir sicherstellen, dass unsere Blogartikel nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 

Es geht darum, Inhalte zu schaffen, die sowohl informativ als auch zugänglich sind und die Leser in unserer schnelllebigen digitalen Welt erreichen. 

Wie passen Sie Ihre Blogartikel an die digitalen Lesegewohnheiten an? 

Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Strategien – ich freue mich auf einen Austausch.